Wie Sie Ihre Knochen und Nerven stärken und Allergien vorbeugen

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Gesundheit kann man lernen – Mineralien, die Heilelemente des Körpers

Wussten Sie, dass 7 Millionen Deutsche Osteoporose haben? Pro Jahr erleiden 130.000 Menschen schwere Oberschenkelhalsbrüche und ein Viertel der Patienten ist noch nach einem halben Jahr ein Pflegefall. Osteoporose verschlingt infolge von Operationen und Hilfs- oder Pflegemaßnahmen zehn Milliarden Euro jährlich.

Frauen sind davon stärker betroffen. Ab 50, nach den Wechseljahren, wenn die Östrogenproduktion nachlässt, hat schon mehr als jede dritte Frau eine verminderte Knochendichte, jede 5. Frau Osteoporose. Von den Männern ist jeder zehnte betroffen. Da die Entmineralisierung der Knochen ein schleichender Prozess ist, fällt sie erst bei einem Bruch des Knochens auf.

 

Wir haben es uns als Ansprechpartner für die ganzheitliche Gesundheitsförderung zur Aufgabe gemacht, Menschen darin zu unterstützen, gesund zu sein und zu bleiben und zur gesundheitlichen Selbsthilfe anzuleiten. Hierzu vermitteln wir das notwendige Basiswissen, das für jeden leicht anwendbar ist, wie im Folgenden zur Stärkung der Knochen und Nerven.


Wie Sie Ihre Knochen stärken

Um diese Frage zu beantworten, ist es notwendig, zu wissen, wie Knochenaufbau und -abbau funktioniert.

Knochen befinden sich in einem ständigen Auf- und Abbau. Sie können das vergleichen mit einer riesigen Straßenbaustelle, bei der defekter Belag immer wieder ausgebessert wird. Genauso wird verschlissenes Knochenmaterial ausgetauscht gegen neuen Knochenbelag. Osteoklasten fressen altes gerissenes Knochenmaterial weg. Mit dem freigesetzten Kalzium halten Sie nebenbei den Kalziumspiegel im Blut konstant. Täglich werden 400 mg Kalzium und Kollagenfasern aus den Knochen herausgefräst. Diese Reparaturarbeiten werden von zwanzig verschiedenen Hormonen geregelt, von Schilddrüsenhormonen über Wachstumshormone, Insulin und Kortison bis hin zu Sexualhormonen. Haben wir von irgendeinem Hormon zu viel oder zu wenig, funktionieren die Reparaturarbeiten nicht mehr und die Knochen verschleißen. So kommt es mit Abfall der Sexualhormone in den Wechseljahren zum Verlust von Knochenmasse.

Der wichtigste Baustoff für die Knochen (und auch Zähne) ist Kalzium

Kalzium ist mit Magnesium das wichtigste Mineral im menschlichen Körper. Es ist auch das Mineral, von dem in unserem Körper am meisten vorhanden ist. 99 Prozent des Kalziums befinden sich in den Knochen und ein Prozent in den übrigen Zellen und im Blut.

Es wäre jedoch ein Trugschluss, zu glauben, man könnte sich allein durch eine hohe Kalziumzufuhr vor Osteoporose schützen. Auch weitere Einflussfaktoren, wie z.B. die Versorgung mit Vitamin D, sind hierzu wichtig.


Strategien für maximale Knochenmasse

  1. Bereits in der Kindheit und Jugend ist es wichtig den Knochenaufbau zu steigern, um Osteoporose im Alter zu verhindern. Wussten Sie, dass fünf bis zehn Prozent mehr Knochenmasse in der Jugend bis zu fünfzig Prozent der Beckenbrüche im Alter verhindern können? Neunzig Prozent der Knochenmasse werden bis zum Alter von neunzehn Jahren aufgebaut.
    Achten wir bei unseren Kindern auf eine kalziumreiche Ernährung sowie ausreichende Bewegung, durch die die Kalziumproduktion angeregt wird, schaffen wir eine solide Basis für stabile Knochen auch im Alter.
  2. Kalzium alleine erhöht zwar die Knochendichte, doch brauchen wir noch einiges mehr, wenn wir unsere Knochen so gesund und stabil aufbauen wollen, dass wir vor einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen geschützt sind. Damit das Kalzium auch gut eingebaut wird, braucht der Körper zusätzlich die Vitamine C, K & D, die dafür sorgen, dass das Kalzium optimal fixiert wird. Niedrige Vitamin K-Blutwerte erhöhen das Risiko für Knochenbrüche.
  3. Vitamin C ist gemeinsam mit Zink und Kupfer wichtig für die Bildung der Kollagenstruktur, in die das Kalzium eingebaut wird wie der Beton in die Stahlstreben eines Hochhauses. Daraus folgt, dass Menschen, die über einen gewissen Zeitraum, bis ein gegebener Mangel ausgeglichen ist, zusätzliches Vitamin C einnehmen, eine höhere Knochendichte aufweisen. Zudem verbessert Vitamin C die Kalziumaufnahme im Darm.
  4. Ein weiteres unbedingt notwendiges Vitamin, um Kalzium optimal in den Knochen einzubauen ist Vitamin D. Ohne dieses ist Kalzium fast wertlos. 80 Prozent des Vitamins werden in der Haut gebildet, wozu täglich fünfzehn Minuten Sonnenlichteinstrahlung notwendig sind – in den Sommermonaten. Zwischen Oktober und März ist das Sonnenlichtspektrum in Deutschland zu gering, um überhaupt Vitamin D in der Haut zu bilden. Da dürfen wir uns nicht wundern, dass 90 Prozent aller Deutschen einen Vitamin-D-Mangel haben; erst recht nicht, wenn wir uns, wie die meisten Deutschen, fast überwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten.
  5. Damit das Vitamin D für den Knochenstoffwechsel aktiv wirksam ist, ist das zweitwichtigste Mineral Magnesium unerlässlich. Es kommt beim Knochenaufbau im Stoffwechsel für Hormone und Botenstoffe zum Einsatz. Magnesiummangel führt zu niedriger Knochendichte.

Kalzium und Magnesium haben im Körper eine genaue Balance von 2:1. Beide Mineralien sollten deshalb immer im Verhältnis 2:1 eingenommen werden. Damit tun wir auch unseren Kieferknochen und Zähnen einen guten Dienst. Sie zählen zu den Knochen mit der höchsten Umbau- und Reparaturgeschwindigkeit. Kalzium und Vitamin D in ausreichender Menge können den Zahnverlust im Alter um die Hälfte vermindern.


Wie Sie Ihre Nerven stärken

Wenn wir stressgeplagt oder nervös sind, könnte das unter anderem auch an einem niedrigen Kalziumspiegel liegen. Kalzium ist beteiligt an der Impulsübertragung zwischen Nerven und Muskeln und stärkt die Funktion der Nerven. Schwankt der Kalziumspiegel nur minimal, kann sich das auf das Nervenkostüm auswirken und Nervosität, Gereiztheit, Ängstlichkeit oder Schreckhaftigkeit treten auf.
Stressgeplagte Manager, aber auch berufstätige Mütter, Sportler und viele andere brauchen für ein strapaziertes Nervenkostüm Kalzium. Und Kalzium kann noch viel mehr.


Wie Sie Allergien vorbeugen

Kennen Sie das? Gerade im Urlaub sind die pickeligen Bläschen und Hautrötungen nach dem Sonnenbaden unangenehm. Zehn bis fünfzehn Prozent aller jungen Menschen bekommen aufgrund des weitverbreiteten Kalziummangels inzwischen eine Sonnenallergie. Fehlt es an Kalzium, wird die durch starke Sonneneinstrahlung angeregte übermäßige Ausschüttung von Histamin nicht verhindert. Histamin ist ein Allergieauslöser. Erhöhte Kalziumzufuhr zwei Wochen vor dem Sonnenurlaub kann die Histaminausschüttung positiv beeinflussen. Doch das ist noch nicht alles.


Wozu ist Kalzium sonst noch wichtig?

Die Wichtigkeit für Knochen und Zähne habe ich bereits erläutert, ebenso die Beteiligung der Impulsübertragung zu Nerven und Muskeln, sowie die Stärkung der Nerven und den Schutz vor den Folgen allergischer Reaktion.

Des Weiteren

  • reguliert es den Herzrhythmus und die Herzkontraktion,
  • sorgt es für gesunden Schlaf,
  • fördert es reine Haut und gesunde Schleimhäute, schützt vor Austrocknung,
  • aktiviert es bestimmte Enzyme,
  • ist es beteiligt an der Blutgerinnung,
  • ist es ein Säurepuffer.

95 % der Bevölkerung leiden und Kalziummangel und wissen es nicht. Was das für die Knochen bedeutet, habe ich bereits beschrieben. Darüber hinaus gibt es noch weitere Folgeerscheinungen.


Folgen bei Kalziummangel:

  • Muskelschwäche, Muskelkrämpfe
  • Erregbarkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen
  • Gestörte Darmfunktion
  • Störung Säure-Basen-Haushalt
  • Trockene Haut bis hin zu Ekzemen, Schuppenflechte
  • Übergewicht und Probleme Übergewicht abzubauen
  • Sehverschlechterung

Bei fast allen Symptomen sind weitere Mineralien beteiligt, wie zum Beispiel Magnesium, Silicium und mehr. Meist liegt nicht nur ein Mangel an einem einzigen Mineral zu Grunde.


Wie lässt sich der Mangel feststellen, bevor es überhaupt zu Symptomen kommt?

Da mit einem Bluttest der akute Zustand gemessen wird und das Blut möglichst immer mit allem versorgt wird, ist es sinnvoll den Mineralienhaushalt in der Zelle zu messen, um den chronischen Zustand zu erhalten. Dies ist mit dem medizinischen Messgerät Zell-Check sehr gut möglich. Er gibt genau Auskunft darüber, wie der Mineralienhaushalt, in diesem Fall Kalzium, aussieht.

Auf dieser Basis lassen sich dann in der gemeinsamen Betrachtung verschiedener zusammenhängender Faktoren wie Ernährungsgewohnheiten, Unverträglichkeiten, Lebensumstände und Stressauslöser Ursachen finden und mit uns – einfühlsam und kompetent begleitet – entsprechende Maßnahmen zur Behebung treffen, um wieder zu einer gesunden Lebensweise zu finden. Bei der Nachmessung nach ein paar Monaten lässt sich kontrollieren, in welchem Umfang eine Verbesserung eingetreten ist. Sie möchten ja schließlich wissen, ob das was sie tun auch von Nutzen ist.


Was können die Ursachen für Kalziummangel sein?

  • tritt häufig auf, wenn die Nebenschilddrüsen nicht mehr funktionieren
  • bei Magen-Darm-Beschwerden, wie zum Beispiel Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, aber auch Laktoseintoleranz, manchen Gastritis-Arten etc.
  • durch erhöhte Kalziumausscheidung, zum Beispiel bei Hormonstörungen in den Wechseljahren oder wenn Nierenprobleme vorliegen
  • durch Vitamin D-Mangel oder Magnesiummangel
  • durch verminderte Kalziumsresorption im Darm mit zunehmendem Alter
  • durch vegane Ernährung oder Milch-Eiweißunverträglichkeit
  • Glutenunverträglichkeit
  • Verwendung von enthärtetem Wasser
  • weitere Antagonisten (Gegenspieler) sind Zucker, Fruchtsäure, Koffein, Blei und Cadmium


Was können Sie tun, um Ihren Kalziummangel auszugleichen?

Bei Kalzium denken wir meist an Milch. Zum Knochenaufbau sollen Kinder Milch trinken.
Milch und Milchprodukte haben die höchste Calciumkonzentration, siehe Übersichtstabelle http://www.vitalstoff-lexikon.de/Mineralstoffe/Calcium/Lebensmittel-.html. Allerdings ist der Gesundheitsfaktor von Milch umstritten, worauf ich hier nicht eingehen möchte. Es liegt an jedem selbst sich ein Bild dazu zu machen.

Zunehmend mehr Menschen vertragen keine Milch/Milchprodukte. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung leiden etwa 15 Prozent aller Erwachsenen an einer Laktoseintoleranz. Hierbei ist der der Körper nicht in der Lage den natürlichen Zucker in der Milch aufzuspalten. Die Folgen können sich in Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen und Durchfall äußern. Seit 1997 weiß man bereits aus einer Studie mit Krankenschwestern, der so genannten Nurses Health Study, dass der Verzehr von Milch keinen positiven Effekt auf die Knochendichte oder -stabilität hat.

Wie bereits beschrieben, nützt Kalzium alleine wenig, wenn nicht zusätzlich Vitamin C, K & D dafür sorgen, dass das Kalzium optimal fixiert wird. Daher haben Vegetarier wohl auch nicht häufiger Osteoporose. Vitamin-K-abhängige Eiweiße ziehen Kalzium an, wie bei Dr. Strunz und Andreas Jopp zu lesen ist („Mineralien – das Erfolgsprogramm“). Viel Vitamin K ist in Gemüsen wie Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und Salat enthalten. Das sind auch die besten Kalziumlieferanten. Außerdem Vollkorn, Hülsenfrüchte, Körner (Sesam, Sonnenblumen, Kürbis, Leinsamen).


Wieviel Kalzium benötige ich überhaupt?

Der durchschnittliche Bedarf liegt zwischen 800-1500 mg pro Tag.


Personen mit erhöhtem Kalziumbedarf:

  • Säuglinge, Kinder, Jugendliche für das Knochenwachstum
  • Schwangere für das Knochenwachstum des Ungeborenen
  • Stillende (100 g Muttermilch enthalten ca. 30 mg Kalzium)
  • Ältere Menschen, insbesondere Frauen

Ich wünsche mir, dass ich Ihnen mit diesem Artikel Wie Sie Ihre Knochen und nerven stärken und Allergien vorbeugen, hilfreiches Wissen und eine Anregung zur Selbsthilfe geben konnte.

Bei Fragen freuen wir uns, wenn wir Sie unterstützen können.

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